Der Wahlkampf treibt ja so manch merkwürdige Stilblüten. Vera Lengsfeld wirbt mit ihrem Dekolletee. Vielleicht versucht die damit über ihre politsche Wankelmütigkeit hinwegzutäuschen. Denn die gute Frau war – laut Wikipedia – zunächst ab 1975 Mitglied der SED, war dann von 1990 bis 1996 bei den Grünen, um dann im Dezember 1996 zur CDU zu wechseln. Eine bewegte politische Karriere also.
Dann war da noch der Clip der SPD, der erst alles mies machte, nur um dann das Ganze nochmal in die richtige Reihenfolge zu rücken. Den fand ich stilistisch eigentlich ganz gut, auch wenn sich wieder viele drüber aufregten, die Idee sei vom Wahlteam eines Argentiniers geklaut. Interessanterweise kamen viele dieser Rufe aus der Piratenecke, die sonst doch für die Remixkultur eintreten. Oder habe ich da was falsch verstanden? Vermutlich. Sachliche Aufklärung bitte in den Kommentaren.
Nun kommt Herr Hartmut Koschyk, MdB, ins Spiel. Er hat auf seinem eigenen YouTube-Kanal einen als Kinowerbung gekennzeichneten Clip eingestellt, bei dem ich mich wirklich nur fragen kann, was er sich dabei bloß gedacht hat. Ok, man hat oft das Gefühl, Politik sei seit langem nicht mehr wirklich von sachlichen Inhalten geprägt, sondern von Polemik, Theatralik und Revierkämpfen, aber dieser Clip überbietet alles, was mir bisher so begegnet ist. Wuff.






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