Der Deutschland-Plan – SPD erklärt Steinmeiers Masterplan

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Politik geht an mir nicht spurlos vorbei. Ich interessiere mich dafür und verfolge sie aktiv. Und das auch schon bevor es durch die Zensursula-Debatte hip wurde, sich dazu zu äußern. Ich habe mich zwar bisher wenig politisch engagiert – mein Einsatz beschränkte sich auf die Unterstützung meines Vaters auf kommunalpolitischer Ebene – aber eigentlich lag das überwiegend an den falschen Leuten vor Ort, bei denen ich fast immer das Gefühl hatte, auf taube Ohren zu stoßen, obwohl man sich eigentlich an der sog. Basis befindet.

Dieses Jahr ist wieder Bundestagswahl, und obwohl es als Blogger ja eigentlich viel passender wäre, jetzt die Piratenpartei zu loben, möchte ich auf einen Spot der SPD hinweisen. Die Partei, die in letzter Zeit für ihr Einknicken bei der Zensursula-Gesetzgebung als Verräterpartei gebrandmarkt wurde. Die allerdings wohl mittig genug sein muss, dass sie von links und von rechts angegriffen wird. Zum Vergleich: Habt ihr schonmal erlebt, dass die CDU von rechts angefeindet wurde? Könntte das daran liegen, dass sie selbst sich stark am rechten Rand bewegt?

Viele behaupten, Frank Walter Steinmeier mache unseriöse Versprechen, wenn er von Vollbeschäftigung redet. Es wird gerne ausgeklammert, dass er als Zeitrahmen 2020 genannt hat und nicht das ende der nächsten Legislaturperiode. Eine Verbesserung der Haushaltssituation sollte ebenfalls in einem solchen Zeitrahmen möglich sein. Allerdings nur, wenn sich die Regierungsparteien nicht durch parteitaktisches Verhalten weiter gegenseitig blockieren. Ich fände es wichtig, mehr weg von Parteipolitik und wieder mehr hin zu Sachentscheidungen zu kommen. Basierend auf Fakten, nicht auf Fraktionszwang.

Ich finde die Botschaften der SPD-Vision Clips größtenteils gut. Ja, ich oute mich. Mir gibt sowas zumindest ein Stück weit Hoffnung. Es hat für mich nicht die messias’schen Ausmaße des Obama-Hypes, aber genau das finde ich eigentlich sehr sympatisch. Und eine Kanzlerin, die sich wann immer es brennt auf Auslandsreise befindet, kann ich auch nicht gebrauchen.

Für alle, die sich fragen, was denn nun Frank Walter Steinmeiers Deutschland-Plan ist, sei hier das Video empfohlen. Ich wundere mich lediglich, warum ausgerechnet eine Abstraktion von Sascha Lobo stellvertretend für die Webbranche herhalten muss. Aber das ist Geschmackssache.


TwitterVZ – Wird twitter jetzt Mainstream?

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Wer in der deutschen Twittersphäre aktiv ist, kam in den letzten Tagen nicht um ein Thema herum: Die VZ Gruppe integriert Twitter in den Buschfunk. Somit können nun Twitterupdates vom eigenen Account direkt in den Buschfunk veröffentlicht werden, genauso wie kurze Updates im Buschfunk direkt in den eigenen Twitterfeed kommen. Jetzt wissen wir auch endlich alle, warum der Buschfunk immer auf 140 Zeichen limitiert war – genau wie Tweets, so ein Zufall. Doch gehen wir das Ganze mal Schritt für Schritt durch.

Wie verbinde ich meinen Twitteraccount mit meinem VZ-Konto?

In den Profileinstellungen (zu erreichen über die Schaltfläche “Mein Account“) ist nun ein neuer Unterpunkt “Verbindung mit Twitter”. Eine kurze Belehrung über die Funktionsweise wird gefolgt von einem Button “Accounts verbinden”. Dem Klick auf diesen Button folgt eine weitere kurze Belehrung über die Datenverarbeitung. Hier kann man noch einmal auswählen, ob man diesen Schritt wirklich vollziehen will. Gerade die vielen Hinweise auf die sich ergebenden Implikationen mit der global sichtbaren Veröffentlichung finde ich gut, da man ja davon ausgehen muss, dass viele VZ-Nutzer sich trotz der vielen Datenschutzkontroversen nicht allzu eingängig mit dem Thema befasst haben.

Sollte man dies bestätigt haben, wird man auf die Twitterseite weitergeleitet. Man sollte hier schon angemeldet sein, da sonst die Verbindung über die OAuth-Schnittstelle von Twitter nicht funktioniert. Leider versäumt es die VZ Gruppe, hierauf hinzuweisen. Es folgt lediglich eine nicht allzu vielsagende Fehlermeldung. Falls man jedoch eingeloggt ist, erscheint eine Frage seitens Twitter, ob man der Applikation des VZs Zugriff gewähren möchte auf die eigenen Updates. Ein Klick auf den Button “Allow” später steht der Verknüpfung nichts mehr im Wege. Im VZ wird nun unter “Mein Account” unter dem o.g. Unterpunkt die Verbindung angezeigt.

Die erfolgreiche Verknüpfung von VZ- und Twitteraccount wird hier dokumentiert

Angeblich soll die erfolgreiche Vernetzung der beiden Konten bis zu 5 Minuten dauern. Bei mir benötigte es einige Versuche, das VZ wies mich darauf hin, dass man auf Twitter warten müsse. In diesem Fall habe ich einfach nochmal versucht, den kompletten Vorgang zu wiederholen, und beim dritten Anlauf klappte es dann reibungslos. Mittlerweile kann ich als fleißig meine Tweets auf den Buschfunk weiterleiten lassen. Dummerweise musste man die Funktionsweise erstmal von Hand überprüfen, statt das das VZ einem eine Bestätigungsmail schickt, dass die Funktion nun freigeschaltet ist.

Tweets direkt im Buschfunk

Soweit so gut. Funktioniert das Ganze auch umgekehrt? Ja, man kann auch sein Buschgefunke als Twitterupdate veröffentlichen. Dazu setzt man einfach den Haken bei “Sag’s der Welt”. Ich finde es zwar toll, dass ich Sachen, die eher für mein VZ Netzwerk bestimmt sind auch dort belassen kann, aber man hätte diese Funktion deutlicher benennen sollen. Etwas wie “Auch bei Twitter veröffentlichen” oder ähnliches wäre verständlicher.

Sag's der Welt, oder auch nicht - Der Haken entscheidet

Nun stellt sich einem die Frage, was das Ganze soll. Ich finde es persönlich schön, da mein VZ-Profil so nicht vollends verwahrlost, da ich mich persönlich einfach viel lieber auf Facebook aufhalte. Da es ja aber leider immernoch sehr viele Leute gibt, die am VZ festhalten, statt zu wechseln, konnte ich mein Profil dort nicht vollends entfernen, da ich diese Kontakte nicht einfach verlieren wollte.Was jedoch bringt diese neue Funktion dem VZ-Fan? Es ist die Frage, ob so neue Nutzer an Twitter herangeführt werden. Und wenn ja, ob wir das auch alle wollen. Bisher war Twitter ein Kanal, in dem man – von aktuellen Spam-Eskapaden abgesehen – durchaus professionell kommunizieren kann. Der Buschfunk hingegen wurde überwiegend dafür genutzt, den eigenen Herzschmerz mit dem eigenen Netzwerk zu teilen. Ich persönlich glaube nicht, dass Twitter durch diese neue Vernetzung nun im deutschen Internetmainstream ankommt. Leute, denen ihre eigene Onlinepräsenz wichtig ist – und ich meine damit mehr als nur eine zusammengeklickte Webseite über die eigenen Katzenfotos – sind vermutlich ohnehin bereits mit den meisten Tools vertraut, um ihren Online Reputation zu stärken. Vielleicht findet der ein oder andere neue Nutzer so den Weg zu Twitter, den großen Durchbruch erwarte ich persönlich aber nicht. Was denkt ihr?

Warum ich einen Mac benutze – Übersicht über viele Gründe

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Warum ich selber so gerne meinen Mac benutze und froh bin ihn zu haben, habe ich ja bereits mal beschrieben. Doch es gibt natürlich neben meinen persönlichen Gründen auch ein paar generelle Gründe. CBGFilms auf YouTube hat einen Clip zusammengestellt, warum Leute meiner Generation – oder ums allgemeiner zu fassen jüngere Leute – so gerne Macs benutzen. Dabei sind so klassische Argumente wie “keine DLL-Errors”, “kein Bluescreen of Death”, oder auch die gute Integration der einzelnen Mac-Produkte untereinander, sowohl auf Seiten der Software als auch der Hardware.

Ich finde, das Video ist eine tolle Zusammenstellung von Gründen, warum wir Mac-User unsere Macs lieben. Laptop-Hunter hin oder her.


Vielleicht kennt der ein oder andere ja noch andere Gründe. Würde mich mal interessieren, warum ihr euch für den Mac entschieden habt. Oder eben auch gerade nicht. Es gibt ja auch Leute, für die sind PCs die bessere Wahl. Warum das so ist, mögen sie dann gerne ebenfalls darlegen.

Du bist Terrorist!

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Mittlerweile bekommt man immer öfter den Eindruck, einige Politiker halten uns alle für potenzielle Terroristen. Internetnutzer ja sowieso, denn laut Familienministerium und Wirtschaftsministerium sind wir ja alle Pädokriminelle, insbesondere jene, die gegen das geplante Zensurgesetz protestieren. (Anmerkung am Rande: Ja, Zensurgesetz ist eine bewusste Wortwahl, ich weiß, dass es offiziell natürlich anders heißt, aber dem Zweck entsprechend finde ich diese Bezeichnung korrekter). Außerdem laden wir alle (!) urheberrechtlich geschütztes Material herunter und verhindern somit den Kauf der Ware. Dies ist selbstverständlich mit Diebstahl gleichzusetzen, auch wenn juristische Experten dies anders sehen.

Letztendlich führt dies dazu, dass es den Bundestrojaner gibt, überall Kameras aufgestellt sind, die uns überall verfolgen können, es gibt mittlerweile die Vorratsdatenspeicherung… der biometrische Personalausweis ist in Planung.

Da 2009 ja ein sog. Superwahljahr ist finde ich, sollte man sich als gegängelter Bürger all diese Fakten einmal vor Augen führen, damit man dann bei den Wahlen weiß, bei wem man sich wofür bedanken kann. Entsprechend der “Du bist Deutschland” Kampagne, die zwar nett anzuschauen, aber meiner Meinung nach wenig erfolgreich war, gibt es nun eine inoffizielle Kampagne “Du bist Terrorist”, denn: “Erst kürzlich haben wir herausgefunden, dass in Deutschland mehr als 82 Millionen versteckte Terroristen wohnen”

Du bist Terrorist from lexela on Vimeo.

Gemeinsam für ein sicheres Deutschland. Die Kampagne „Du bist Deutschland“ war 2005 der Beginn einer positiven Stimmungswelle im ganzen Land. Diese gebündelte Energie hat sich 2009 umgekehrt, denn nun bist du potenzieller Terrorist und wirst überwacht.

Gibt es hier übrigens auch als Quicktime Download. Lesenswert auch die Seite zur Kampagne selbst.

via Netzpolitik

Die Zukunft der IT?

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Auf dem Netwertig-Blog setzt sich Andreas Göldi damit auseinander, wohin die Zukunft die IT wohl führen könnte. Zu klären ist die Frage, was das nächste große Ding wird nachdem das Internet quasi DIE Kulturrevolution schlechthin darstellt. Immerhin macht es – in Kombination mit den neuen mobilen Devices -  fast das gesamte Wissen der Menschheit mit wenigen Schritten nahezu überall verfügbar. Die Frage ist also, wie sich die Produktivität noch steigern bzw. was sich von Seiten der IT noch verbessern lässt.

Göldi kommt zu dem Schluss, dass die Zukunft in der Dreidimensionalität liege. Informationen sollen in dreidimensionaler Form vorliegen, vor allem aber sollen sich die User Interfaces der dritten Dimension bedienen. Darüber hinaus sollen sie vermehrt aus der “Guckloch”-Perspektive heraustreten und auch verstärkt die anderen Sinne miteinbeziehen, da bisherige Coputerdisplays stets nur einen Teil des Sichtfeldes einnehmen.

Ich halte dies für eine denkbare Alternative. Ich denke jedoch, dass dies nicht unbedingt mit einer Produktivitätssteigerung einhergeht. Eventuell führt es sogar eher zum Gegenteil. Zum einen würde ein Einbinden der anderen Sinne bei dem häufigen und nahezu omnipräsenten Medienkonsum unserer Gesellschaft zu einer enormen Reizüberflutung führen. Bereits jetzt, wo überwiegend unsere akustische und visuelle Wahrnehmung angesprochen wird, fühlen wir uns oft überreizt und kämpfen damit, effektive Filtermechanismen und -techniken zu entwickeln.

Darüber hinaus wird ein Zunehmen an Ebenen auch zwangsläufig zu einer erhöhten Komplexität führen. Die bisherige Art der Informationsvermittlung und -verarbeitung basiert darauf, alles mögliche zu abstrahieren. Zum einen, indem die dreidimensionale Welt auf ein zweidimensionales Abbild reduziert wird, in Form von Fotos, Bildern oder auch Videos. Oder beispielsweise dadurch, dass man Wissen mit Hilfe abstrakter Zeichen – Icons, Signets, Symbole – oder Zeichenketten – Buchstaben zu Wörtern verbunden – festhält.

Die Effizienz der bisherigen Art der Informationsvermuttlung und -verarbeitung liegt für mich in der Simplizität. Es ist ein über Jahrtausende entwickeltes System, Information auf ein zum Verständnis notwendiges Minimum zu reduzieren, oder zumindest reduzieren zu können. Jegliches Hinzufügen von Informationsebenen  – durch das Ansprechen weiterer Sinne – oder Dimensionen steigert die Komplexität.

Als Beispiel sei der Vergleich zwischen einem Bild und einem Video genannt. Ein Bild kann einen Moment gut festhalten. Es kann eine Vielzahl von Information über diesen Moment ausdrücken und vermitteln. Ein Video ist einem Bild sehr ähnlich. Man könnte sagen, es ist ein Bild, dem eine weitere Dimension hinzugefügt wurde, die Zeit. Damit einher geht zwar auch ein gewisses Plus an Information, aber auch ein enormes Plus an Komplexität.

Dies führt mich zu meinem persönlichen Fazit, dass es zwar durchaus begrüßenswert ist, wenn sich User Interfaces weiter der Natur des Menschen anpassen – der Mensch ist ein Wesen, dass sich in einer dreidimensionalen Welt bewegt und sie mit 5 Sinnen wahrnimmt. Diese Anpassung sollte aber immer unter dem Licht des sinnvollen Einsatzes stehen. In Bezug auf den Erlebnisfaktor und die Sinneswahrnehmungen möchte ich einen Mehrwert nicht abstreiten. Ob es jedoch die Effizienz und Produktivität steigern kann wage ich nach Betrachtung bisheriger Ansätze jedoch zu bezweifeln.

Warum Apple – Teil 4: Die Marke

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Dies wird der letzte Teil der Serie werden, warum ich mit meinem MacBook sehr zufrieden bin, und meinen alten Windows-Tagen nicht sonderlich nach weine. Ich habe bereits versucht, meine Erfahrungen mit der mir zugänglichen Hardware und Software zu schildern, sowie eine persönliche Bewertung der beiden Systeme vorzunehmen. In diesem Teil soll es nun um die Marke als solche gehen, wobei ich nochmal einen Schlenker über diverse Produkte nehmen werde, um gewisse Sachen zu erläutern.

4. Die Marke

Ich denke, wie bei so vielen Produkten, wo es gute Alternativen gibt, ist die Marke ein sehr wichtiger Punkt. Die – für mich irgendwie leidige – Diskussion über Fantum hat durchaus ihren wahren Kern. Es ist durchaus möglich, Fan einer Marke zu sein, und sie frenetisch zu feiern. Aus der Beobachtung kann man sicherlich sagen, dass Apple eine sehr loyale und begeisterte Fangemeinde hat.

Steve Jobs’ Keynotes werden in der Community wie Predigten verfolgt, die Videos der Präsentationen kann man sich bei iTunes als Podcasts herunterladen, um auch ja nichts wichtiges zu verpassen. Und Apple versteht es, die Keynotes geschickt zu inszenieren. Nicht selten kam es vor das “nebenbei” noch etwas präsentiert wurde, mit dem so in der Form bei der Präsentation niemand gerechnet hat.Dies erzeugt eine ungeheure Spannung und verschafft den Präsentationen ein deutliches Plus an Aufmerksamkeit.

Apple legt großen Wert auf Geheimhaltung was Produktplanung angeht. Es wird penibel darauf geachtet, möglichst im Vorfeld von Präsentationen und Events nichts durchsickern zu lassen. Umso größer ist dann die Spannung und das Momentum, wenn die Präsentation letztendlich stattfindet und neue Produkte der Öffentlichkeit endlich vorgestellt werden. So wird meist schon automatisch ein regelrechter Hype generiert, wie zuletzt beim iPhone gesehen.

Darüber hinaus vermittelt Apple das Gefühl, Produkte erst dann zu lancieren, wenn sie wirklich etwas besonderes sind. Um beim Beispiel iPhone zu bleiben, so hat Apple lange Zeit den Trend der Smartphones an sich vorbei ziehen lassen. Man hätte sicherlich problemlos ein Gerät wie viele andere auch auf den Markt bringen können, mit einem vermutlich sehr mittelmäßigen Erfolg. Stattdessen entwickelte man etwas, dass in seiner Form neuartig ist und sich nun anschickt, das Smartphone als solches auf die nächste Stufe zu bringen. Denn auch wenn es Geräte gibt, die dem iPhone was technische Details betrifft in einigen Bereichen überlegen sind, so vereint Apple im iPhone doch wieder auf die ihm typische Art Funktion, Bedienbarkeit und Design zu etwas Besonderem. Und diese Kombination weiß letztendlich zu überzeugen.

Ein weiteres Beispiel für die Besonderheit und Durchdachtheit der Produkte ist die Erfolgsstory des iPod. Der iPod ist durch sein Bedienkonzept und die Einfachheit der Handhabung ein riesiges Massenphänomen geworden.

Zudem schafft es Apple, sich und seinen Produkten einen Hauch von etwas elitärem zu verpassen. Ich habe es nie bewusst als solches wahrgenommen, bis ich vor einer Weile in einem Forum auf diese Äußerung und eine entsprechende Erläuterung gestoßen bin. Die unglaubliche Marktdominanz von Microsoft mit Windows und seinen Office-Produkten sorgte in der Wahrnehmung für einen “Hat doch jeder”-Effekt. Dies war bei Apple-Produkten – zumindest im Computerbereich, nachdem sich der iPod zum o.g. Massenphänomen entwickelt hat – nicht der Fall. Da war ein Mac in der Regel noch etwas Besonderes, speziell im Consumerbereich.

Diese Kombination aus der Vorstellung, ein Apple sei etwas besonderes, gepaart mit der Tatsache, dass die Produkte durchdacht sind und oft das eine kleine Detail mehr haben sorgt auch dafür, dass sich Apple seine Preispolitik leisten kann. Man liest häufig die Aussage, man bekomme für das Geld, dass man für Mac-Hardware ausgibt ein deutlich besseres Produkt eines anderen Herstellers. An einigen Beispielen stimmt das eventuell auch – ich gebe zu, ich habe mich nicht intensiv genug damit beschäftigt, da es häufig um Geräte in oberen Preisklassen ging, die für mich irrelevant sind. Jedoch sind es häufig bestimmte Details oder die Stimmigkeit und das durchdachte Konzept von Apples Produkten, die den Preis letztendlich rechtfertigen.

Das MacBook galt nach Aussage vieler als relativ teures Notebook. Ich greife es jetzt als Beispiel heraus, da ich diese Diskussion selbst oft genug führen musste. Auch wenn einige Sachen sich aus der Beschreibung im ersten Artikel wiederholen werden.

Jedoch ist es für den Zweck, für den es konzipiert wurde, ein hochgradig geeignetes Gerät, das nahezu ideal abgestimmt ist. Es ist ein kleinerer Laptop, der hohe Portabilität gewährleistet, jedoch noch groß genug ist, um vernünftig daran arbeiten zu können, auch wenn es um grafische Arbeiten geht. Die gute Akkulaufzeit und das geringe Gewicht unterstützen diesen Faktor. Um mobil auch gut erreichbar zu sein gibt es die integrierte iSight-Kamera für Videokonferenzen.

Was mich immer wieder begeistert und überzeugt ist der sehr schnelle Standby-Modus. Während ich bei meinem damaligen Windows-Laptop häufig geärgert habe, wieso er so lange braucht um endlich in den Standby-Modus zu wechseln. Das MacBook brauche ich lediglich zuklappen, und wenige Sekunden später zeigt mir der Indikator vorn durch das Pulsieren an, dass das Gerät “schläft”. Unten am Gerät gibt es eine Anzeige für den Ladezustand des Akkus, ohne das ich dafür das Gerät starten müsste. Der Netzstecker ist magnetisch am Gerät befestigt, so dass er sich schnell löst, wenn man mal am Kabel hängen bleibt. Dies ist insofern sinnvoll, da ein Laptop ja nicht immer nur an einem Schreibtisch steht, sondern auch mal an ungünstigeren Stellen platziert werden muss, wo die Kabel nicht so gut verstaut werden können. Da ein Laptop recht leicht ist würde man ihn sonst schnell herunter reißen, so löst sich einfach blitzschnell das Kabel. Der Stecker selbst hat zwei ausklappbare Haken, um die man das Kabel wickeln kann, damit man beim Transport nicht ständig einen Kabelsalat produziert, den man bei mnächsten aufbau erst einmal neu entknoten muss. Andere machen dies mit einem Gummiband, aber es ist wieder so ein kleines Detail, dass das Besondere ausmacht. zudem ist der Stecker mit zwei Steckaufsätzen kombinierbar. Einmal gibt es ein längeres Kabel, das ich in der Regel am Schreibtisch habe. Wenn ich also das Netzteil für unterwegs brauche, klettere ich nicht hinter den Schreibtisch, sondern ziehe lediglich den oberen Teit ab, während das Endstück zur Steckdose steckenbleiben kann. Für unterwegs habe ich dann einen kleinen Steckaufsatz, der das Netzteil nicht unnötig klobig macht.

All dies sind kleine Faktoren die aufzeigen, dass sich hier jemand Gedanken gemacht hat, auch die kleineren – für viele vielleicht gar nicht bewusst wahrgenommenen “Problemchen” zu lösen. Und diese Gedanken erzeugen in meinen Augen einen gewissen Mehrwert.

Schlussendlich kann Apple sicherlich auch aus den “Fehlern” der Konkurrenz profitieren. Durch den großen Marktanteil von Mcrosoft, wird dieser oft als Riese wahrgenommen, der eine Monopolmacht anstrebt. Eine entsprechende mediale Berichterstattung tut ihr übriges. Berichte über Programme, die Nutzerdaten zu Microsoft zurücksenden kratzen böse am Image des Softwarekonzerns aus Redmond. Die ewigen Prozesse um die Monopolstellung und das Ausnutzen dieser Vormacht durch das Integrieren von Internet Explorer und Mediensoftware  tut ihr übriges. Hinzu kommt, dass mit dem Rücktritt von Bill Gates auch der letzte Funken Charisma in der Führung verloren gegangen ist. Dies ist eine subjektive Wahrnehmung, aber für mich reicht ein Steve Ballmer nicht einmal zur Hälfte an das Charisma eines Steve Jobs heran.

Das aggressive und offensive Gebahren von Microsoft sorgt bei vielen Nutzern für negative Gefühle in Assoziation mit der Marke Microsoft. Ich persönlich schließe mich dem auch durchaus an. Zudem fehlte mir häufig der letzte Funken Konsequenz, und so suchte ich häufig nach Alternativen, die mir diesen letzten Funken bieten konnten. Das Problem dabei ist sicherlich auch, dass eine Firma wie Microsoft sich an derartige Massen richtet, dass sie es unmöglich jedem recht machen kann. Ich habe somit stets nach Alternativen für den Media Player gesucht, weil er mir zu klobig und behäbig war. Wie bereits im Artikel über software beschrieben kann ich Microsofts Outlook aufgrund des aufgeblähten Programms auch wenig abgewinnen, und bin damals lieber auf Thunderbird umgestiegen. Über den Internet Explorer möchte ich mich als bekennender Firefox-Fan – auch jetzt auf dem Mac noch – gar nicht erst auslassen.

Somit denke ich, dass Apple es geschickt schafft, sich als Marke zu positionieren. Die Faktoren möchte ich hier nocheinmal kurz zusammenfassen:

  • Produkte, die den Anschein machen, dass stets ein Schritt weiter gedacht wurde als bei vielen Konkurrenten
  • Eine legendäre Geheimhaltungspolitik, um ein maximales Momentum für Präsentationen zu erzeugen
  • Die Möglichkeit aus den “Fehlern” von Microsoft und Co zu profitieren
  • Das Image des Kreativen, Besonderen und scheinbar für viele auch etwas Elitärem

Nun bin ich durch mit der Serie und es dürfen gerne kritische Kommentare verfasst werden. Sei es um sich über die Aussagen zu beschweren, oder weil alle Artikel so lang geworden sind.

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