Mixtape-Tipp: ArtOfficial – The Payback

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Es war mal wieder an der Zeit, ein Mixtape zu empfehlen. Doch erstmal muss ja was empfehlenswertes vorbeikommen. Und die Zeit des Wartens ist bei mir nun endlich vorbei. Und es ist was besonderes geworden, wie ich finde.

ArtOfficial The Payback

ArtOfficial sind eine echte HipHop-Band. Also mit echten Instrumenten. Gibt es im HipHop nicht allzu viele, und wenn werden sie entweder belächelt oder mit den übermächtigen Roots verglichen, was eigentlich ziemlich unfair ist. Dabei ist es musikalisch total interessant, wenn auch mal aus dem typischen “1 MC und 1 DJ” Schema ausgebrochen wird. Da kommen teilweise richtig tolle Sachen bei raus. Und ArtOfficial zeigen auf ihrem Mixtape ganz deutlich, was da alles möglich ist.

Klanglich geht es manchmal in eine Richtung die eher an Funk oder Jazz erinnert, aber nie die Bodenhaftung zum HipHop verliert. Dadurch bekommt das Mixtape einen ganz eigenen Klang, der ihn sehr angenehm und durchweg positiv vom Mainstream unterscheidet. Hier wird noch echte Musik gemacht, statt das x-te Mal über bekannte Drumpattern ein banales Synthiegerüst gelegt, das dann am Ende doch wieder wie Timbaland in schlecht klingt. viel mehr möchte ich dazu auch nicht mehr sagen, denn ich finde, dieses Mixtape sollte am besten für sich selbst sprechen.

Tracklist:

01. The Payback (feat. K. Sparks)
02. Voodoo
03. Happiness is A Warm Gun (feat. Jesse Jackson & Asuka Barden)
04. Grand Design
05. Doing Things Wrong
06. Oceanography (feat. Wrekonize from ¡Mayday!)
07. Show Me Change (feat. QuESt & Swamburger from Solillaquists of Sounds)
08. Don’t Sweat The Technique
09. Wake Me Up (feat. LLamabeats)
10. Summertime (feat. K. Sparks)
11. Me Desculpe Mas No Resisti
12. Architect (Cloud Nine)

Downloaden kann man ganz hier. (via)

Schwarz und stolz – Kurzdokumentation aus arte

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Arte hat mitunter einige echte Perlen im Sortiment. Ich habe damals mit großem Interesse “Der Loboist” geschaut, wo Sascha Lobo versucht hat zu erklären, was Lobbyismus ist und wie er funktioniert. Als Beispiel diente hierfür der Versuch, in Berlin flächendeckend kostenloses WLan zur Verfügung zu stellen. War informativ, unterhaltsam und irgendwie sogar streckenweise lustig. Also perfektes Infotainment.

Jetzt kann man gerade in der Online-Mediathek von Arte bei Plus7 eine “Kurzdokumentation” über die Geschichte der schwarzen Musik ansehen. Von Motown bis NWA, von Aretha Franklin bis Beyoncé, so liest man im verheißungsvollen Beschreibungstext. Dabei geht die Reise auch geographisch bunt zu, wenn es von den Südstaaten und den dortigen Baumwollplantagen hin zum Cotton Club in Harlem geht. Zudem werden immer wieder Parallelen zur schwarzen Bürgerrechtsbewegung gezogen.

Ich weiß leider nicht, wie lange die Kurzdokumentation dieses Mal online verfügbar sein wird, aber sie ist zunächst hier zu finden. Wer sich weiter mit dem Thema beschäftigen will, dem kann ich noch die Bücher “American Rap” von Jan Kage, und “Gegenspieler – Martin Luther King / Malcolm X” von Britta Waldschmidt-Nelson empfehlen, die beide sehr lesenswert sind.

Video-Tipp: Styles P and Tyler Woods – That Street Life

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Im HipHop gibt es wahrlich mehr als genug Lieder, die das harte Straßenleben thematisieren und in sämtlichen Details den “Hustle”, den “Struggle” und den Kampf ums Überleben schildern. Oft ist es dabei so, dass diese Lieder sich alle gleichen. Für viele wird das auch auf das folgende Lied zutreffen, mir ist es aber irgendwie hängen geblieben, da es nicht nur mit blanken Klischees und hartem Gepose um sich wirft.

Die Rede ist von “That Street Life” von Styles P feat. Tyler Woods. Ich muss zugeben, dass ich ein Fan der Musik von Styles P bin, da ich seine Art und Weise, bestimmte Inhalte vorzutragen mag. Wenn er mit einer gewissen Monotonie von Straßenthemen berichtet, klingt das nicht so euphorisiert wie manche es darzustellen versuchen, um sich selbst als Held der Straße zu deklarieren. Zudem hat er mit Jadakiss und Sheek Louch zusammen als The LOX (oder nun D-Block) klasse Material erschaffen.

In diesem Lied passt für mich vieles zusammen. Das Klavierspiel erzeugt eine Stimmung, die den berichtenden Stil von Styles P passend untermalt. Es klingt wie eine Einladung. “Komm setz dich hin, ich erzähl dir mal was”. Zudem verzichtet das Video auf Gepose, wo mit tollen Autos, hübschen Frauen und am besten noch Waffen und viel Schmuck geprahlt wird. Auf Schmuckwerk wird nahezu gänzlich verzichtet. Styles P kommt komplett in schwarz daher und steht neben Tyler Woods am Klavier. Ansonsten Aufnahmen von tristen Gebäuden, Leuten beim Workout auf der Straße, lediglich ein paar Aufnahmen frontal in die Kamera gerappt. Zudem eine Färbung in den Sepia-Bereich. Erzeugt einfach eine perfekt passende Stimmung, zumal einige der Aufnahmen sich auch als Fotos schon gut machen würden. Für mich also ein rundum gelungenes Video zu einem tollen Lied eines Künstlers, den ich nur empfehlen kann.


Mixtape-Tipp – dela – The Robert Glasper Beat Tape

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Ich finde es musikalisch immer interessant, wenn Produzenten bestimmte Dinge neu interpretieren. Ob das nun die Mashup-Kultur ist, Dubplates, Remixes oder eben Neuinterpretationen von bestimmtem Material. Es ist spannend zu sehen, wie sich ein bestimmter musikalischer Kontext weiterentwickelt unter dem Einfluss einer persönlichen Perspektive. Das fand ich auch schon beim Grey Album von Danger Mouse ziemlich gut – als er Jay-Z’s Vocals vom “Black Album” mit Beats aus Samples des “White Album” der Beatles unterlegte.

dela - The Robert Glasper Beat Tape

Eine ähnliche Neuinterpretation ist das folgende Beat-Tape von dela. dela hat sich “In my Element” von Robert Glasper vorgenommen. In seinen eigenen Worten sagt er, dass er das Gefühl hatte, viele der Interludes hätten schon so etwas wie ein HipHop-Gefühl in sich gehabt. Also entschied er sich, ein Beat-Tape komplett aus Samples dieses Albums zu machen. Und wie man sich denken kann, kommt ein enorm entspanntes jazziges Beat-Tape heraus, wenn man sämtliche Samples aus der Platte eines Jazzpianisten nimmt. Und so ist “The Robert Glasper Beat Tape” eine wirkliche tolle musikalische Neuinterpretation geworden, die dem jazzigen Gefühl noch eine Prise HipHop hinzufügt, der Musik jedoch nicht die Wärme nimmt. Ein hervorragendes Mixtape für entspannte Abende, Wochenenden oder zum relaxten Hören nebenher. Eine absolute Hörempfehlung!

Tracklist:

1. Kiss

2. The Thief’s Theme

3. Get Busy

4. Something New

5. Dizzy

6. Can It B So Simple

7. Jay Hova / Music (Final Mix)

8. Tribute

9. Praise & Praise

Das Mixtape kann bei dela’s Bandcamp heruntergeladen werden. Und ich finde, mehr Artists sollten ihre Mixtapes bei Bandcamp hosten. Klasse Service!

(via)

Mixtape-Tipp: Ayomari – The Peanutbutter & Jelly Solution

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Seit längerem mal wieder ein Mixtape, das mir gut genug gefällt, darüber ein wenig zu schreiben. Es gab zwar in letzter einige schöne Tapes, aber nie so die wirklichen Kracher dabei aus meiner Sicht. die liefen dann ein oder zwei Mal und das war es dann auch schon wieder.

Doch nicht so mit Ayomari’s grandiosem Tape “The Peanutbutter & Jelly Solution”. Das höre ich zwar momentan noch im zweiten Durchlauf, weiß aber jetzt schon, dass es nicht dabei bleiben wird. Denn dieses Mixtape fesselt mich einmal wieder richtig.

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Zugegeben, das Artwork irritierte mich ein klein wenig, aber der fröhlich strahlende junge Mann auf dem Cover passt an sich ganz gut zum Tape, wie ich finde. Die Klänge sind entspannt und melodisch, klingen teilweise ein wenig jazzig und können herrlich im Hintergrund laufen. Der Rap ist aber von Flow und Inhalt auch gut genug, als das man ihn aufmerksam mitverfolgen kann. Humorvolle Glanzpunkte finden sich ebenso wie gekonnte technische Finessen, wenn dann doch einmal kurzzeitig das Raptempo angezogen wird. Teilweise klingt der Rap auch fast wie gesungen, ist aber stets noch als Rap zu erkennen.

Die Beats sind durchweg sehr hochwertig. Die Produktionen kommen u.a. aber auch von Namen wie Large Professor, Just Blaze oder Sa-Ra Creative Partners. Und die sprechen eben für eine gewisse Qualität, die vielen Mixtapes einiges voraus ist. Unterm Strich kann ich sagen, hat das Mixtape für mich durchaus Albumqualität.

Trackslist:

01. Choke Sandwich (Prod. by DizzyBeat Smith)

02. Happy Thoughts feat. TiRon (Prod. by Shondre Lerche & DJ Dahi)

03. Deleted Message (Interlude)

04. So-Called Twenties (Prod. by Cook Classics)

05. I Wanna (Journey) (Prod. by Les Nubians)

06. Just A Dreamer feat. TiRon & Tunji (Prod. by 5kin&Bone5)

07. Day By Day feat. TiRon (Prod. by SA-RA Creative Partners)

08. PB Manifesto (Prod. by Just Blaze)

09. Up feat. Charis (Prod. by Large Professor)

10. Why Can’t It (Prod. by James Poyser)

11. Body Language (Prod. by Corey ‘Latif’ Williams)

12. Everything Is Going Fine feat. TiRon (Prod. by Exile & Phonix)

13. Saved Message (Prod by Shuggie Otis)

Das Tape kann hier heruntergeladen werden, und gefunden habe ich es einmal mehr bei der Mixtapesammelstelle.

Cypress Hill sind zurück – It ain’t nothin’

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Für mich stellen Cypress Hill mittlerweile sowas wie Legenden dar. Sie hatten ihren ziemlich eigenen Sound – nicht zuletzt Dank B-Reals nasaler Stimme – und Songs wie “Dr. Greenthumb”, “Hits from the Bong” oder der Überklassiker “Insane in the membrane” haben sie wohl für viele unsterblich gemacht. Doch lange war es still um die Latino-Truppe, und außer dem Snoop Dogg Titel “Vato” mit dem B-Real Feature war nicht viel zu hören. Umso mehr freut es mich, dass sie sich mit dem folgenden Stück zurück melden. Zurücklehnen und genießen bitte.


Das neue Album soll am 6. April erscheinen. Ich bin gespant. Appetit wurde angeregt.

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