Seien wir doch ehrlich: Wer vertreibt sich nicht gerne mal ein wenig Zeit mit kurzen Flash-Spielchen? Ich bekenne mich auf jeden Fall schuldig. Ich habe schon so manches Mal witzige Spiele entdeckt, die mich dann leider auch ein wenig mehr Zeit gekostet haben, als ich ihnen ursprünglich zugestehen wollte. Dummerweise gibt es bei diesen simplen Spielen aber auch häufig einen derart großen Suchtfaktor, dass man einen Moment brauch zu realisieren, dass man gerade mindestens zum 10. Mal neu anfängt, obwohl man es sich doch eigentlich nur kurz anschauen wollte.
Ein solcher Fall ist Canabalt. An Simplizität kaum zu unterbieten geht es lediglich darum, ab und zu einmal zu klicken. Wohin ist eigentlich egal. Der Protagonist rennt vor sich hin und weicht springend Hindernissen aus oder überquert so Schluchten zwischen Gebäuden. Die Musik kreiert eine gewisse hektische Atmosphäre, die einen antreibt. Klickt man, springt die Figur. Und so hetzt man durch die Endzeitstimmung. Bleibt man an Gegenständen hängen, wird man langsamer, weicht man vielen hintereinander aus wird man immer schneller. Und so rennt man von Gebäude zu Gebäude und von persönlicher Bestleistung zu persönlicher Bestleistung. Denn die zurückgelegte Strecke wird natürlich gemessen. Doch irgendwann verschätzt man sich doch und springt in einen Abgrund, bleibt an einer Hauswand hängen oder rennt gegen eine Bombe. Doch aufgrund des hohen Suchtfaktors fängt man dann einfach wieder von vorne an.
Das Spiel gibt es übrigens auch fürs iPhone im AppStore, allerdings für den stolzen Preis von 2,39 €, den ich doch ein klein wenig hoch finde.
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