Dieses Wochenende über war ich beim SummerCamp in Alfeld in der Villa Ruhe. Der Webarchitekt hatte aufgerufen, in einer Barcamp untypischen kleinen Runde, fernab von Großstädten zusammenzukommen und über dieses und jenes zu parlieren. Und da ich Kai schon einmal kennenlernen durfte und seither immer mal in Kontakt mit ihm stehe, und ich auch von anderen interessanten und netten Menschen wusste, die vor Ort sein würden: Nix wie hin.
In einem tollen ruhigen Ambiente in der Villa Ruhe fand also ein sehr familiäres Treffen statt. Mit knapp 50 Teilnehmern fand man sich ein um gemeinsam zu diskutieren und zu netzwerken. Und gerade die kleine Teilnehmerzahl – in Kombination mit der Location, die Veranstaltungsort und Übernachtungsmöglichkeit in einem bot – war ideal für einen regen Austausch. Statt anonymer Masse – Quantität – tolle Gespräche bei Sessions, beim Essen oder beim Kaltgetränk am Abend – Qualität.
Schon der Einstieg verlief wunderbar unkompliziert. Mit Caschy und Maddin Freitagnachmittag im Zug angereist, von Kai aufgegabelt und kaum in der Villa angekommen, direkt erstmal alte und neue Bekannte getroffen und in erste Gespräche gekommen. die Stimmung: fröhlich, freundlich und locker. Was will man mehr? Spontan wurde noch gegrillt, ein unermüdlicher harter Kern zog sogar noch in die Disko.
Am Samstagmorgen ging es nach einem leckeren Frühstück dann gleich zur Begrüßung durch den Organisator. Kleine Vorstellungsrunde – für das, was man am Abend nicht mehr geschafft hatte, für die später angereisten und für den Fall, dass man den Überblick schon wieder verloren hatte, wie ich. Danach Sessionplanung. Aufgrund meiner Bachelor Arbeit, deren Ergebnis nicht unerheblich von der Mithilfe einiger Anwesender beeinflusst sein wird, bot ich an, etwas über Personal Branding zu erzählen.
Durch die notwendige Vorbereitung auf meinen eigenen Vortrag musste ich die Session über Online Shops von Torsten Maue leider verpassen. Das Feedback sagte mir, ich habe wohl wirklich was verpasst. Es folgte ein Vortrag über lebendige Texte und tote Webseiten von Tom. Und danach erst einmal Mittagspause. Während in der Villa der Grill wieder befeuert wurde hatte ich die Gelegenheit, mit Jürgen und Anita in der Stadt einen Happen zu essen. Ich danke euch beiden ganz herzlich für das Gespräch. Da wurden mal eben ein paar grundlegende Augenöffner in sympathischer Gesprächsform verabreicht.
Das Nachmitagsprogramm begann für mich mit einem klasse Vortrag von Sebastian über Social Media im Online Marketing, ein interessanter, aber mich persönlich fast überfordernder Vortrag über Linkbuilding von Alan Webb, und eine Session zu Creative Commons in der Fotografie von Manuel. Bis hierhin schonmal viel spannendes dabei, einiges gelernt, ein bißchen diskutiert und die Faszination wächst.
Leider lagen dann zwei für mich interessante Sessions parallel. Zum einen wollte Torsten die optimale Nutzung von XING erklären, zum anderen wollte ich selber vortragen. Ich entschied mich, zu meiner eigenen Session zu gehen. Ich lieferte einen sehr kurzen Abriss über die Personal Branding, was es genau bedeutet, wie es funktioniert und versuchte es ein wenig in den Kontext zu stellen zu anderen Herangehensweisen. Zuletzt wollte ich gerne ein paar ausgewählte Ergebnisse meiner Umfrage zum Thema vorstellen. Da viele der Anwesenden hier mitgeholfen haben durch Ausfüllen, Weiterverbreiten und Feedback fand ich es schön, ein wenig “zurückgeben” zu können. Im Anschluss an meinen kleinen Vortrag entstand eine Diskussion, die mir nochmal wertvollen Input lieferte. Vielen Dank an dieser Stelle nochmal für eure Hilfe und Hinweise! Mein persönliches Highlight war das Bild des Personal Shitstorm Managements (!) von Karsten und Manuel. Großes Kino und für mich eine gelungene Generalprobe für mein baldiges Kolloquium.
Die Abendgestaltung zeigte dann den freundschaftlichen Charakter dieses Camps. Die Küchenfeen – vielen Dank euch! – und die Grillmeister – Hammer! – sorgten für die Verpflegung, der eine oder andere Hopfentee wurde genommen, fast überall wo man hinschaute wurde gelacht. Naja, fast überall. Sebastian sorgte für ein spontanes PowerPoint-Karaoke und wir konnten Eveline eine Salsa-Session anhängen. Kai hatte einen DJ gebucht und draussen gab es musikalische Beschallung, die wir nutzten, fleißig mitzurappen und zu -singen, und zu tanzen. Besser kann man einen Samstagabend nicht gestalten.
Fazit:
- Das SummerCamp Alfeld war mein erstes BarCamp. Und es wird sicher nicht das letzte gewesen sein.
- Bei den Sessions war garantiert für jeden was dabei.
- Die Atmosphäre wird nur sehr schwer zu toppen sein.
- Es war ein regelrechter Vernetzungboost – ich hab gestern noch bis spät abends Twitter-, XING- und Facebook-Anfragen beantwortet.
- Bananen können einem eine Menge Gelächter einbringen.
Danke allen Teilnehmern, dem Organisator Kai, den Helfern, den Sponsoren!






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